Archive für 5.3.2007

Sonntag Morgen

8:25 Uhr. Der Wecker klingelt mich wach, reißt mich aus den Tiefen eines angenehmen und ausnahmsweise sorgenlosen Traumes und zerrt mich an die Oberfläche, wie eine Ertrinkende. Noch klammere ich mich am Nebel fest, der mich und mein Gehirn umgibt, nicht wahrhaben wollend, dass ich selbst noch wenige Stunden zuvor voller Enthusiasmus und Tatendrang entschieden hatte, so früh aufzustehen. Blinzelnd öffne ich die Augen und versuche mich der Realität des Tages zu stellen. Die Glieder schwer, schiebe ich sie langsam unter der Decke hervor. Weg von der Wärmflasche, die mich anfleht noch ein bisschen bei ihr zu bleiben. Sonnenstrahlen kämpfen sich durch den Vorhang. Nicht ohne Kraft, wie ich bewundernd und müde erfreut feststelle. Mit noch steifen Gliedern ziehe ich mir ein paar Sachen über und bereite mich auf den nächsten Punkt in meinem Wochenendplan vor: Schwimmen gehen. Sonntag morgens um 9. Wie erhofft empfängt mich draußen ein herrlicher Sonnenschein und mit geschlossenen Augen genieße ich die Wartezeit an der S-Bahn und am Bus. Ich werde zu spät kommen, aber wen stört das schon im Angesicht eines ersten Frühlingsgrußes. Das Schwimmbad ist in herrliches Licht getaucht, welches sich im Wasser spiegelt. Mein Körper rebelliert noch gegen die bevorstehende Berührung mit dem kühlen Nass, doch der Geist ist motiviert, standhaft verleugnend, dass sich die schon wärmende Kraft des Lichtes nicht auf das Wasser erstrecken wird. Bahn für Bahn kehren meine Lebensgeister zurück. Unvergleichlich der Blick durch die Brille, die Klarheit der Sicht, die Strahlen unter Wasser, Menschenkörper, die wie in Zeitlupe vorbeiziehen. Unter Wasser kommt es mir so vor, als würde das Leben anders ticken, Uhren langsamer gehen, Unbeschwertheit Einzug halten. Ich fühle mich glücklich, beflügelt… hungrig? Ja, hungrig! Ein paar Bahnen später zieht es mich wieder hinaus. Ein Spaziergang, Sonne, Glückshormone, die mich durchdringen wie schon lange nicht mehr. Ein Café, ein Kaffee, Orangensaft, Brötchen und Croissant. Zufrieden zurückgelehnte Sozialstudien, ein Lächeln um die Mundwinkel, sich einschleichende Mattheit und erste Gedanken an die Attraktivität und Anziehungskraft meines Bettes, ach, jedes Bettes. Horizontale Träume durchfließen mich in leichten Wellen. Jetzt nur noch nach Hause und den Rest des Tages ausruhen.

Mein Wohnzimmer und ich

sandra.jpg Ich bin nicht oft zu Hause. Aber gerade deshalb genieße ich die Zeit dort umso mehr. Dank eines ausgeklügelten Raumdesigns zweier mir sehr nahestehender und an Kreativität nicht zu übertreffenden Hobby-Raumgestalter ist jedes Zimmer meiner Wohnung etwas ganz besonderes, in dem ich mich sehr wohl fühlen kann. Ich koche mir etwas Schönes, lege die Füße hoch und ergötze mich an meinen zahlreichen Unterhaltungsmedien oder einem guten Buch.

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