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29.7.2007 von sandra.
Erster Besuch in Hanau. Schöne und behagliche Unterkunft. Berührungsängste schwinden schnell. Ich habe schon schönere Innenstädte gesehen, aber die unmittelbare Umgebung ist beeindruckend. Ein Schloss, ein Park und direkt daneben die Märchenfestspiele der Brüder Grimm. Wir schauen uns das Musical “Die sieben Raben” an und ich bin begeistert. Es ist absolut toll gemacht und erinnert in keiner Weise an die großen Musicals, die in all ihrer Professionalität und Perfektion streckenweise vorhersehbar und eintönig wirken. Ein nächtlicher Spaziergang entlang des beleuchteten Schlosses verstärkt die märchenhafte Stimmung um ein Vielfaches.
Am nächsten Morgen nutze ich die wenigen regenlosen Minuten, um entlang des Mains joggen zu gehen. Herrlich, die frische Luft in mich einzusaugen, mich auf fremdem Terrain im Laufschritt von der Sicherheit des Bekannten wegzubewegen und in das Unbekannte zu stürzen. Diesmal habe ich mir den Straßennamen gemerkt, der mir eine sichere Rückkehr ermöglichen soll. Nicht viele Jogger unterwegs, aber die wenigen auf die ich treffe, grüßen freundlich. Ich fühle mich sofort in eine Gemeinschaft aufgenommen und geborgen. Fußgänger lächeln und ich ertappe mich bei der Erkenntnis, dass es mir hier gefällt. Der Rest des Tages versinkt im Regen. Egal. Ich fühle mich wohl.
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27.7.2007 von sandra.
Ausgezehrt von den Unbillen der Woche sitze ich an meinem Schreibtisch. Augenringe, leichte Konzentrationsstörungen, innere Unruhe, die sich im unablässigen Wippen eines Beines niederschlägt. Die Nacht wiedermal zu kurz, die Woche wiedermal zu vollgestopft mit Terminen. Den Knopf im Ohr, versuche ich mich mit youtube über Wasser zu halten. Der Kaffee dampft und wärmt Hände und Bauch. Unverständnis keimt auf, als ich zum 20sten Mal vergeblich versuche, die Daten abzugleichen. Ich habe doch genau die Anleitung befolgt. Es gibt so viel zu tun und es ist so wenig Zeit. Zu wenig Zeit, um mich tiefgreifender mit den Macken von Excel auseinanderzusetzen. Mein Bein wippt schneller. Was tun? Einen Schluck Kaffee trinken und es nochmal versuchen. Schnell fertig werden, bevor die (all)täglichen Probleme und Anfragen kommen. Danach: Leere. Was tue ich als Nächstes? Alles im Kopf durchgehen und priorisieren. So hangele ich mich durch den Tag. Nur noch wenige Stunden bis zum Wochenende. Eine Auszeit. Entspannung. Tapetenwechsel. Glück. Ich freu mich drauf.
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16.7.2007 von sandra.
Dunkelblaue aus dicker Baumwolle bestehende knielange Sporthose, enges am Körper klebendes Sportshirt. Ärmel hochgerollt. Hoffnung auf Bräune. Keine Kopfbedeckung. Arme, Unterschenkel und Gesicht in Sonnencreme getaucht. Mit dem Ball am Fuß spurte ich über den schattenlosen Platz. Kunstrasen. Frisch besprengt, doch halb vertrocknet. Schweiß läuft und brennt im Auge. Fußballtennis. Alle redlich bemüht, den Ball nicht wegspringen zu lassen. Unnötiges Laufen vermeiden. Im Sichtfeld die Feuerwehr, die einen Brand löscht. Der macht es auch nicht kühler. Das Hirn pulsiert. Die Schritte schwer. Statt zu trinken, schütte ich das Wasser über den Kopf. Tore schießen. Ich profitiere von der allgemeinen Antriebslosigkeit. Die Sonne trifft heiß auf meine Haut. Visionen einer kühlenden Dusche kommen auf und lassen mich nicht los. Ich atme schnell und schmelze dahin. Schluss. Abkühlung folgt…
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