Ausgezehrt von den Unbillen der Woche sitze ich an meinem Schreibtisch. Augenringe, leichte Konzentrationsstörungen, innere Unruhe, die sich im unablässigen Wippen eines Beines niederschlägt. Die Nacht wiedermal zu kurz, die Woche wiedermal zu vollgestopft mit Terminen. Den Knopf im Ohr, versuche ich mich mit youtube über Wasser zu halten. Der Kaffee dampft und wärmt Hände und Bauch. Unverständnis keimt auf, als ich zum 20sten Mal vergeblich versuche, die Daten abzugleichen. Ich habe doch genau die Anleitung befolgt. Es gibt so viel zu tun und es ist so wenig Zeit. Zu wenig Zeit, um mich tiefgreifender mit den Macken von Excel auseinanderzusetzen. Mein Bein wippt schneller. Was tun? Einen Schluck Kaffee trinken und es nochmal versuchen. Schnell fertig werden, bevor die (all)täglichen Probleme und Anfragen kommen. Danach: Leere. Was tue ich als Nächstes? Alles im Kopf durchgehen und priorisieren. So hangele ich mich durch den Tag. Nur noch wenige Stunden bis zum Wochenende. Eine Auszeit. Entspannung. Tapetenwechsel. Glück. Ich freu mich drauf.