Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Kraut & Rübe für August, 2007.
26.8.2007 von sandra.
Beschauliche Spreerundfahrt mit netten Leuten. Bis in die Nacht tanzen zu Seeedvideos. Ausgiebiges Frühstück am nächsten Morgen. Frauengespräche führen, während man Gemüse schält. Besucher empfangen und Suppe essen. Früh das Konzertgelände betreten und schöne Plätze sichern. In der Sonne sitzen, den Vorbands lauschen und das Finale erwarten. Der Vorhang geht auf, Seeed stehen auf der Bühne und die Menge tobt. Das mitreißendste Konzert das ich je erlebt habe. Wir singen, springen und tanzen zur Musik. Der ultimative Groove. Nach der Heimkehr noch ein Glas Wein und schmunzelnd gedankliches Dahindriften. Das Fanshirt am nächsten Tag ist ein Muss. Ich präsentiere es in den Gärten der Erde - dem ultimativen Kontrastprogramm zum Trubel des Vortages. Mit einer Berliner Weiße in der Hand lasse ich mich am Bundespressestrand für eine halbe Stunde in den Liegestuhl fallen, bevor ich die Heimreise antrete und das Wochenende in einem netten Restaurant ausklingen lasse. Nach solchen Wochenenden erstrahlt der Alltag in einem anderen Licht, sieht die Gräue gleich weniger eintönig aus, ist die Temperatur gleich 2 Grad wärmer und es schleicht sich die Gewissheit in meine Gedanken, dass mein Leben genauso wie es jetzt ist, einfach perfekt ist.
Geschrieben in Wochenende | 1 Kommentar »
24.8.2007 von sandra.
“Dickes B, home an der Spree,
im Sommer tust du gut und im Winter tut’s weh.
Mama Berlin - Backsteine und Benzin
- wir lieben deinen Duft, wenn wir um die Häuser ziehn.” (Seeed)
Eine Bootsfahrt, ein Konzert, Freunde treffen, gemeinsam frühstücken. Das ist der Plan. Diesen Plan nur noch mit Leben und Gefühl füllen, dann wird das Wochenende perfekt.
Geschrieben in Wochenende | Keine Kommentare »
19.8.2007 von sandra.
Beruhigend schaukelt das Boot, während ich lesend, redend, trinkend auf dem Sonnendeck entspanne. Das blaue Wasser glitzert einladend. Nach dem obligatorischen Toilettenbesuch am Zielpunkt verschlinge ich die Informationen aus dem Briefing und stürze mich vorfreudig in meine Ausrüstung. Bodycheck, Brille spülen, Flossen an, Luft ins Jacket und rein ins Wasser. Die Gruppe sammelt sich und taucht ab. Der Computer piept. Dann nur noch das Geräusch des Atmens und gelegentlich ein leichtes Knistern in Ufernähe, das eventuell vom Sand herrührt, der auf Felsen schabt. Um mich herum endlose Bläue in die sich Felsformationen und Konturen einschneiden. Schaue ich nach oben, hellt die Bläue auf - bis ich von den einfallenden Lichtstrahlen fast geblendet werde. Auf meinen Reisen begegne ich verschiedenen Lebewesen. In größeren Tiefen hausen große Zackenbarsche, die sich träge durch das Wasser schieben. Woanders entdecke ich einen Drachenkopf, der perfekt getarnt zwischen Felsen verharrt. Hier und da sieht man Trompetenfische, Barakudas und Schollen. Am beeindruckendsten sind die Makrelen, die um mich herum Fischschwärme jagen, kleine lilafarbene Nacktschnecken, träge vorbeischwimmende Schildkröten und ein Oktopus, der so gut getarnt ist, dass man ihn erst entdeckt, als er - durch die dicht vorbeischwimmenden Taucher verängstigt - Tinte spritzt. Ein anderer Oktopus enttarnt sich durch eine kleine Bewegung, die ich noch im Augenwinkel wahrnehme. Ich bin Auge in Auge mit einer Muräne, treffe auf Seegurken, tauche durch Höhlen, einen Canyon und entlang verschiedener Wracks. Es ist eine völlig andere Welt die mich gefangen nimmt und nicht loslassen möchte, die ich hautnah miterleben kann und der ich bloß mit einem Shorty bekleidet noch nie so nah gekommen bin wie jetzt. 19-mal Abtauchen. 21-mal Bootfahren. Und wenn ich nachts im Hotelbett liege und das Schwanken des Bootes nachhallt, entführen mich meine Träume wieder in diese endlose Bläue die mich zudeckt, kühlt und fasziniert.
Geschrieben in Tauchen | Keine Kommentare »
4.8.2007 von sandra.
Das Gute am Urlaub ist, dass die Tage vorher so stressig sind, dass wenn man erstmal alles gepackt und organisiert hat und sich für ein letztes Bier auf die Couch setzt (bevor man viel zu spät ins Bett geht, um viel zu früh aufzustehen) man sich so richtig urlaubsreif fühlt und einfach nur so von der Vorfreude auf baldige Entspannung erfüllt ist, dass man die Entspannung schon spüren kann. 2 Wochen Tauchen. 2 Wochen Sonne. 2 Wochen Meer. 2 Wochen abschalten. 2 Wochen kein Computer. Begeisterung hallt durch die Tiefen meines Hirnes und die Euphorie ist unermesslich. Nur noch einmal schlafen - wenn auch nur kurz…
Geschrieben in Urlaub | Keine Kommentare »
1.8.2007 von sandra.
Eigentlich mache ich firmeninterne Verlosungen nur noch pro forma mit, da ich zu den Menschen gehöre, die nie etwas gewinnen. Wie stockte mir aber das Herz, als mein Kollege mir plötzlich 2 Pressekarten für das HSV-Spiel gegen Juventus Turin auf den Tisch legte! Mit dem Fahrrad ging es dann zum Stadion. Auf dem Weg zum Pressebereich machten wir einen Abstecher in die VIP-Lounge, die nur mäßig spannend war. Lotto sang die Hymne, während wir uns noch kulinarisch eindeckten. Dann ging es los. Die ersten Minuten waren richtig spannend. Der HSV spielte offensiv und hatte viele Chancen. Dann flachte das Spiel leider ab und wollte bis zur 80sten Minute nicht mehr so recht in Gang kommen. Aber Bier und Kuchen und die ungewöhnliche Gesellschaft von Journalisten die dienstbeflissen ihrer Arbeit nachgingen, vermochten meinen Frust im Zaum zu halten. Tor in der 85sten Minute. Der Jubel überwältigend. Die Rufe aus dem Fanblock ohrenbetäubend. In diesem Moment wünschte ich mir, wie früher im Fanblock zu stehen, mich von der Stimmung treiben zu lassen und mitzugrölen als gäbe es kein Morgen. Diese Sehnsucht hielt bis weit nach Spielende an, als sich die Spieler tanzend bei den Fans bedankten - Atouba vorneweg. Danach ein kurzes Intermezzo auf der Pressekonferenz. Huub Stevens beantwortete Fragen kurz, knapp, ruppig und doch sympatisch. Danach ging er an uns vorbei in Richtung Mannschaftskabinen. Die Mannschaft greifbar nahe, kämpfte ich mit mir, mich vom Pressevertreter in einen Fan zu verwandeln und alles daran zu setzen, an Spieler und Autogramme zu kommen. Es war ein harter Kampf aber ein toller Abend, den ich so schnell nicht vergessen werde.
Geschrieben in daily news | 1 Kommentar »