Tourismus mal anders - Wien

Das Motto: Erlebe eine Stadt so, als würdest Du dort wohnen.

Sonnabend.

Frisch angekommen, soll erstmal ein ausgiebiges Frühstück den Tag einläuten. Ich reise mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, schlendere über einen urigen und noch verschlafenen Markt und lasse mich einige Seitenstraßen weiter in einem Café nieder, das vom Reiseführer empfohlen wurde. Wiener Lebensart. Sehr entspannt. Danach der obligatorische Gang durch das Stadtzentrum, der pflichtbeflissene Besuch des Stephansdoms, Abschütteln kniebestrumpfter Konzertkartenaufdrängler und Einkehr im nächsten Café. Sachertorte und Melanche. Dazu in der Zeitung geblättert. Die Meinung über den “Lieblings”nachbarn Deutschland scheint nicht sonderlich hoch zu sein. Ich quittiere das mit einem Schulterzucken. Die Straßenbahn führt mich vorbei an berühmten Prachtbauten vor denen sich Touristen drängeln und hin zu meiner Unterkunft in einem Gewühl von Seitenstraßen, die eine ganz andere Seite der Stadt zeigen. Erstmal Kraft tanken. Abends verspeise ich Landestypisches und genieße ein kühles Bier, bevor ich ins Kino gehe.

Sonntag.

Die Sonne scheint. Ich sitze im Weinberg und trinke einen frischen Gespritzten. Der Blick schweift in die Ferne - hinunter ins Tal auf Stadt und Donau. Alltag ist vergessen, Urlaubsstimmung macht sich breit. Ich strecke mich und rutsche mich auf der Biergartengarnitur zurecht. Eigentlich könnte ich jetzt ganz touristisch durch die Innenstadt hetzen, das Schloss besichtigen, die historischen Gebäude ablaufen. Stattdessen genieße ich Wortfetzen österreichischer Mundart um mich herum und spiele Karten. Später ein Konzertbesuch im Gasometer. Auch schön, das mal gesehen zu haben.

Montag.

Shopping. Nach dem obligatorischen Besuch im Saturn kommt der kleine Plattenladen um die Ecke dran. Viel Landestypisches. Sehr interessant. Danach liege ich mit einer Flasche Wein im Praterpark. Leute beobachten, Lesen, Karten spielen, die Frisbee-Scheibe auspacken. Total entspannt. Zum Abschluss genehmige ich mir eine Käsekrainer im Hotdogbrot und dann geht es zurück nach Hause und in den Alltag.

Das Fazit: Gerne wieder.

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