Archiv der Kategorie daily news

Ein perfekter Abend

Spaziergang durch den Stadtpark. Es ist noch hell. Das Planetarium ein großes Gebäude. Ebenso schön wie bedrohlich anmutend. 19:30 Beginn der Vorstellung. Ein Hörspiel. Beziehungskomödie. Die Lehnen herunterklappbar. Das Hörspiel spielt und in die Kuppel werden Sterne projeziert. So sitzt man da und genießt. Hier und da ein Lachen. Sie ist lustig. Die Komödie. Gelungene Vorstellung. Begeisterung weit und breit. Der Rückweg durch dunkle Pfade. Die Schatten der Bäume zeichnen sich schön gegen den stadthellen Himmel ab. Langer Spaziergang bis zur Bahn. Noch ein Absacker irgendwo. Der Weg führt auf den DOM. Hier herrscht Leben. Verhalten, aber vorhanden. Eiergrog wärmt ein wenig. Dann der Weg über die Reeperbahn bis zur Bahn nach Hause. Starker Kontrast zum ersten Teil des Abends. Aber insgesamt wunderschön.

Nachts an der Elbe

Kaum komme ich aus der S-Bahn Station schlägt mir Hafenluft entgegen. Tief sauge ich sie ein. Der Abend lau, die Kleidung dick, mein Schritt beschwingt. Ich stelle mich an den Bootsanlegesteg und beobachte die Ferne des Wassers, die Manöver der Schiffe, die umstehenden Wartenden. Auf dem Schiff stehe ich ganz vorne, lasse mir den Wind um die Nase wehen und genieße wie die Stadt an mir vorüberzieht. Dann der Weg zum Strand. Erstes Grillen schon im März. Vereinzelt Lagerfeuer. Ausgelassenheit u Gesänge. Ich liege einfach nur da und betrachte den Himmel. Der Sand noch kalt. Die Bäume ohne Blätter. Sehr skurril aber umso schöner. Aufwärmen beim Spaziergang entlang plätschernden Wassers, Fischmanufakturen und dem geschäftigen Brummen des Industriehafens. Mein Cocktail von Salsamusik begleitet. Der Abend viel zu kurz. Kann man eine andere Stadt mehr lieben als diese? Hamburg meine Perle.

Fast schon Sommer

Joggen um die Alster. Anfänglich noch stockend, gebe ich mich meinem Rhythmus hin und genieße den Blick auf das Wasser, das glitzernd ans Ufer plätschert. Überall sitzen Leute und genießen die Abendsonne. Diese blendet mich. Mit zusammengekniffenen Augen und warmem Strahl im Gesicht kämpfe ich mich durch die Pulszonen. Fühle mich erstaunlich fit und entscheide, hier öfter laufen zu gehen. Erinnerungen an den letzten Sommer werden wach. Grillen am Elbstrand, Nachmittage lesend an der Alster, Spaziergänge im Stadtpark. Ich verlasse die letzte Brücke und laufe entlang der Bootsanlegestege. Im langsam untergehenden Sonnenschein komme ich mir vor wie ein Tourist, der im Urlaub an der Promenade spaziert - kurz nach einem Tag in Wasser und Sonne und vor einem leckeren Abendessen. Die Haut noch warm und leicht gerötet drückt sich gegen das T-Shirt. Ein paar Gläser Wein und entspannte Gespräche. Und immer ein Lächeln im Gesicht. 55 Minuten. Viel zu früh und viel zu fit. Das Dehnen meines erhitzten Körpers im Abendrot läßt mich die kühle Frühlingsluft vergessen. Es fühlt sich an wie Sommer.

Regen und Saure Äpfel

Was haben Regen und saure Äpfel gemeinsam? Ganz einfach: Man nehme eine leicht verwinkelt angebrachte Kellertür. Einen Kinderwagen, der diese so blockiert, dass ein Fahrrad + die Person, welche selbiges gerade die Treppe hochträgt, nicht zusammen durchpassen. Große Anstrengungen von Körper und Geist, dies ohne Verlust an Verstand oder Materie doch zu bewerkstelligen. Und, nachdem beide wohlbehalten das Licht der Außenwelt erblickt haben, einen langsam seine Intensität steigernden Regen. Angesichts dieser Variablen bleibt nur die Überlegung, das Prozedere des Rades und der Person durch die Tür die Kellertreppe hinunter zu wiederholen oder in den sauren Apfel zu beißen und den durchnässenden Arbeitsweg per Fahrrad auf sich zu nehmen. Der Apfel war sehr sauer.