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9.1.2008 von sandra.
Wohnen. Schlafen. Essen. Einkaufen. Einrichten. Planen. Umziehen. Für zwei denken. Für zwei planen. Für zwei einkaufen. Sich nicht verabreden, sondern zu Hause treffen. Sich abstimmen. Sich helfen. Teilen - Ideen, Gegenstände, Essen, Wohnraum. Aufeinander achten. Gemeinsam - anpacken, lachen, putzen, spielen, einladen. Mehr wir als ich. Mehr unser als deins. Die Herausforderung hoch. Die Umstellung groß. Der Weg geebnet. Zusammen ist jedes Ziel zu meistern.
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15.6.2007 von sandra.
Heimischer Boden den ich küssen könnte. Wertvolle Gesellschaft. Abholservice. Essen auf dem Herd. Nette Gespräche bei Erdbeer-Limes und Rotkäppchensekt. Alles ganz vertraut. Geborgenheit breitet sich wärmend aus und zerstreut Sorgen und Ärgernisse. Der Regen plätschert, die Lust ist groß und der Raum hängt voller Zuversicht. Es ist schön, in der Ferne zu wohnen. Es ist wichtig, eine Heimat zu haben, in die man gerne zurückkehrt. Unbezahlbar, diese Heimat als etwas Besonderes und nicht als etwas Alltägliches empfinden zu dürfen. Wie ein Schatz, den man tief im Herzen hütet.
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24.4.2007 von sandra.
Die Nummer auf dem Telefon verheisst nichts Gutes. Wenn sie selbst anrufen, ist meist etwas Schlimmes passiert. Seit Monaten nur ein Thema in meinem Kopf. Nur eine Sache, die unausweichlich näher rückt. Ein paarmal war es schon knapp. Jedesmal alles stehen und liegen lassen und hinfahren. Ein Leben in Planungsunsicherheit und täglicher unterschwelliger Angst. Und jetzt diese Nummer. Ich fasse mir ein Herz und rufe an. Schlechte Nachrichten. Ich soll mich setzen. Ich bin ganz Ohr. Nein, es ist nicht das was ich befürchtet habe. Statt “nach einem langen erfüllten Leben…” wird jetzt “plötzlich und unerwartet…” in der Zeitung stehen. Ein Kreuz am Straßenrand. Ein gebrochenes Vaterherz, eine Familie erschüttert. Und ich halte den Hörer in der Hand und fühle dumpfe Erleichterung, dass das Befürchtete nicht eingetreten ist, dass der Mensch zu dem ich die starke emotionale Bindung habe, weiterlebt. Ich wundere mich, dass die Bande trotz der Verwandtschaft und gemeinsam verbrachter Jugendtage nicht stark genug waren, um von Entsetzen und Unglauben in ernsthafte Trauer umzuschwenken. Noch nicht zumindest. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis man es realisiert hat. Kann man sowas überhaupt realisieren?
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11.4.2007 von sandra.
Wenn alles rund läuft. Wenn alles was man sich vorgenommen hat, zum Erfolg führt. Wenn man Zeit findet, sich auf sich selbst zu besinnen und die schönen Dinge im Leben zu genießen. Wenn ein Spaziergang um die Alster ausreicht, um beseelt grinsend ins Bett zu fallen. Wenn die Tage wärmer und wärmer werden. Wenn die Zukunft abwechslungsreich, spannend und unerforscht scheint und einlädt entdeckt zu werden.
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5.4.2007 von sandra.
Füllen klappt gut mit einer Runde joggen um den Block, während man sich auf die Atmung konzentriert und die Gedanken sich selbst ordnen lässt. Mit einigen Telefonaten, voll der beiderseitigen Freude und Erleichterung. Mit einem Konzert einer grandiosen Band, deren Musik tief in den Körper eindringt und die Brust vibrieren lässt. Ein Bier in der Hand, gibt man sich dem Klang hin und ist plötzlich wieder eins mit sich. Ein Gefühl, das lange verloren geglaubt war.
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27.3.2007 von sandra.
Der Alltag hält Einzug. Kleine Dinge, die die letzte Woche zur Erinnerung verblassen lassen. Der tägliche Wahnsinn greift um sich, krallt mit kalten Fingern nach vergangenen Annehmlichkeiten. Bloße Worte, die die Gelassenheit zerstören. Hohe Politik. Greifen nach Strohhalmen. Freizeit wird zum Anker. Nur noch eineinhalb Wochen, dann ist es endlich vorbei. Durchhalten ist die Devise und ja nicht die Nerven verlieren.
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13.3.2007 von sandra.
Wenn ich mich den ganzen Tag in die Sonne stellen würde, würde es helfen? Könnte die Sonne das Gewitter wegwaschen, das seit Wochen in mir tobt? Die Zukunftssorgen, die Hoffnungen, die Wünsche und die Ungeduld wegbrennen? Selbstvertrauen und Ruhe einflößen? Den Schritt festigen, das Auge fixieren, die Hände beruhigen und endlich wieder für die nötige Menge an Schlaf sorgen? Ich weiß es nicht. Alles was ich sehe, sind Ränder unter den Augen, angeknabberte Fingernägel, hohe Telefonkosten, Unsicherheiten und eine allgegenwärtige Unruhe. Einfach einen ganzen Tag an Elbe oder Alster in die Sonne legen und sich einer Dauerbestrahlung und Dauerbeglückung aussetzen. Das hätte was. Und dann entscheiden und weitersehen.
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28.2.2007 von sandra.
Tritt immer dann zutage, wenn man kurz vor Feierabend ein Windows-Fenster nach dem anderen schließt und sich vom trüben Alltag verabschiedet. Der Gang aus dem Büro öffnet die Tür in eine Märchenwelt der Möglichkeiten. Steckt man sich den i-pod ins Ohr, taucht man ab und erwacht erst am nächsten Morgen wieder, wenn man müde und ausgehungert vor der Bürotür steht und sich schon jetzt nach dem Feierabend sehnt. Liegt es am Job?
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